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Das Mittelalter ist heutzutage moderner denn je, erfährt es doch wahrscheinlich mehr Beachtung als dem Zeitalter als solchem zu seiner eigenen Zeit beigemessen wurde. Literatur, Film und Fernsehen, Spiele, Märkte und nicht zuletzt Musik sind nur einige Medien, die sich in mannigfaltiger Weise der beinahe unendlichen Menge Stoffes bedienen, den die Thematik zu bieten hat. Leider aber wird hierbei meist aus einem Topf geschöpft, der nur wenige authentische Aspekte und dafür umso mehr ewige Gemeinplätze zu enthalten scheint. Dies ist die Stelle, an der BANN ansetzt. Anstatt das Bild eines durchgehend düsteren oder romantischen Jahrtausends zu schüren, verlegt BANN sich darauf echte, aber oft vergessene grundsätzliche Aspekte der mittelalterlichen Welt und bedeutende Ausschnitte der Geschichte des Mittelalters musikalisch zu interpretieren und ihnen auf ganz eigene Weise neues Leben einzuhauchen. Die Idee zu einem solchen Projekt erwuchs im Spätjahr 2004 aus einer starken Historistik- und Musikbegeisterung und dem Bewußtsein der eigenen kompositorischen und lyrischen Fähigkeiten. Nach einiger Zeit des geistigen Weiterentwickelns des Grundgedankens entstanden so in der ersten Hälfte 2005 die beiden Stücke "Aber aus der Asche wird ein Schwan entstehen" und "Allerwachen", welche, mit bescheidenen Mitteln am heimischen PC produziert, auf der Internetplattform mp3.de zur freien Verfügung gestellt wurden und dort großen Anklang fanden. Beide Stücke erreichten den ersten Platz der genreinternen Downloadstatistik und erfuhren in vielen Internetforen hohe Anerkennung. Die vorliegende Demo-EP ANTIOCHIA vereint die beiden Stücke, die im Sound Art Design Studio (www.soundartdesign.de) vollkommen neu aufgenommen und mit einer professionellen Produktion versehen wurden, mit dem Titelstück auf einem äußerst repräsentativen Tonträger. Musikalisch bietet ANTIOCHIA eine homogene Mixtur aus Black Metal-, Dark Ambient- und Gothicelementen und erschafft hierdurch eine melodisch melancholische Atmosphäre, die sich hin und her bewegt zwischen stimmungsvoller ästhetik und depressiver Elegie.